Eigenen Spargel anbauen – ein Traum

Spargel (asparagus) anbauen geht leicht. Er wird relativ früh im Frühjahr geerntet. In Deutschland geht es je nach der Wetterlage davor, meist schon im April los. Deshalb ist Spargel mit das erste Freilandgemüse im Frühling überhaupt. Geerntet wird traditionell bis zum 24. Juni. Dieser, so genannte Spargelsylvester, ist aber nicht bindend. Nach einem langen Winter kann auch schon einmal bis in den Juli hinein geerntet werden. In normalen Jahren aber schadet eine späte Ernte dem Ertrag des nächsten Jahres. Denn Spargel ist eine mehrjährige Pflanze. Er vermehrt sich durch das Wurzelsystem. Und dieses benötigt eine ausreichend lange Erholungsphase. Spargel gedeiht viele Jahre und benötigt nur relativ wenig Pflege. Auch in gemäßigten und sogar kälteren Klimazonen, die kalte Winter haben, wächst er gut.

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Spargel anbauen – Ernte schon im März?

Ja, das geht! Es ist aber ökologisch mehr als fragwürdig. Die Folienabdeckungen an sich kann man ja vielleicht noch durchgehen lassen. Aber auch hier gibt es ökologisch sinnvollere Materialien als Plastik zum Abdecken. Allerdings verrotten sie, halten nicht so viel Kälte ab und sind nicht so lichtdurchlässig. Deshalb sind sie nur bei ausgewiesenen Biobauern im Einsatz. Der Zusätzliche Arbeitsaufwand und die höheren Materialkosten verteuern das Produkt erheblich. Aber die für eine frühere Ernte zusätzlich nötige, künstliche Erdbeheizung, ist schlicht ein ökologischer Blödsinn. Wer nicht warten kann mit dem ersten Spargelgenuß des Jahres, sollte dann doch lieber zu Importspargel aus wärmeren Ländern greifen. Dessen Ökobilanz ist trotz längerer Transportwege weit besser, als die eines heimisch erzeugten Spargels, der nur durch Erdbeheizungssysteme früher geerntet werden kann. Aber überzeugt mal die Spargelbauern, die dieses System nutzen, davon. Selber Spargel anbauen ist eine Alternative.

Geschmack

Die jungen Spargelstangen schmecken sehr zart und mild. Ja, man kann ihn sogar roh genießen. Meist wird er allerdings gedämpft. Spargel gilt als hochwertige Delikatesse. Er kann nur im Frühjahr geerntet werden. Wenige Wochen nach dem letzten Frost wächst er. Und auch das Wurzelsystem entwickelt sich dann enorm weiter, um die Vermehrung sicherzustellen. Die Blätter öffnen sich und zeigen eine farnartige Pflanze. Obwohl zumeist die Wurzeln gepflanzt werden, entwickelt Spargel auch Samen. Außer Spargel gibt es nur noch ein anderes, mehrjähriges Gemüse, das richtig alt werden kann. Den Rhabarber. Eigenen Spargel anbauen lohnt sich also.

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Spargel anbauen:

Neuer Spargel wird von Wurzeln oder Samen gepflanzt. Bei der Aussaat von Samen, dauert die Entwicklung aber viel länger. Die meisten Züchter kaufen und pflanzen die Wurzeln. Spargel anpflanzen und anbauen ist in beiden Fällen einfach. Bei der Samenvariante braucht man nur mehr Geduld.

Tipp: Wenn Du Wurzeln kaufst, lies den Verpackungstext.  „Wurzeln im ersten Jahr“ oder „Wurzeln im zweiten Jahr“ macht den Unterschied. Die Wurzeln des zweiten Jahres kosten mehr, produzieren aber eine Saison früher.

  • Spargel braucht lockere, leicht sandige Böden, die reich an organischem Material sind. Der Boden sollte Wasser gut aufnehmen und durchlässig sein. Bei lehmigen Böden tut sich der Spargel schwer breit zu verwurzeln und die zarten Stängel durch den Boden zu schieben. Neu angepflanzt, brauchen die Wurzeln ein bis zwei Jahre, um gute Stangen zu produzieren.
  • Spargel braucht die maximale Sonneneinstrahlung und einen gut entwässernden Boden. Der PH-Wert liegt zwischen 6,0 und 8,0. 
  • Lasse den Spargel nach dem letzten Spargelstechen einfach auswachsen. Die farnartigen Pflanzen werden schnell groß. Mulchen um die Pflanze herum, hilft in dieser Phase Wasser zu speichern und das Unkraut zu reduzieren.
  • Die Wurzeln brauchen stets Wasser. Auch, wenn die Ernte vorbei ist. Daher vor allem im Hochsommer regelmässig bewässern.
  • Nach den ersten Frösten kannst Du die Pflanzen bis zum Boden abgeholzten. Wenn Du in einer sehr kalten Region wohnst, solltest Du die Wurzeln mit Mulch vor in die Tiefe reichendem Bodenfrost schützen. Der Mulch muss aber im Frühjahr wieder entfernt werden.

Insekten und Schädlinge:

Spargel ist anfällig für eine Vielzahl von Schädlingen. Genau so, wie jede zarte Pflanze in Deinem Garten. Dazu gehören Blattläuse, die Spargelfliege und Käfer, deren Larven die Wurzeln fressen. Insektenprobleme treten am häufigsten nach der Frühjahrsernte auf. Insektenbefall kann den Spargel schwächen oder töten. Daher darauf achten. Die Pflanze braucht eine starke Vegetationszeit. Nur mit einem gesunden Wurzelwachstum wird es gute Ernten geben. Hier ein Seite, die die Spargelkrankheiten ganz gut beschreibt.

Krankheiten:

Es gibt nur wenige Krankheiten, die die Pflanzen schon im frühen Frühjahr treffen können. Spargel ist da besonders anfällig für Wurzelfäule. Vermeide dauernasse Böden. Auch Rostkrankheiten können ihn betreffen.

Spargelernte:

Schneide die junge Triebe mit einem scharfen Messer, direkt unter der Erdoberfläche ab. Es gibt dazu spezielle Spargel Stechmesser im Fachhandel. Spargel wird gestochen, wenn die ersten Stangen 15 bis 30 cm lang ist. Der Stiel darf noch nicht verholzt sein. Du kannst dann etwa 4 Wochen lang ernten. Nach dieser Zeit muss die Pflanze wachsen dürfen.

Spargelstangen sind mit das erste Gemüse, das Du im Frühjahr ernten kannst. Die zarten jungen Triebe können durch Frost beschädigt werden. Dann werden die Stängel schwarz oder sterben ganz ab. Wenn ein harter Frost zu erwarten ist, decke die Stängel ab. Als mehrjährige Pflanze hält Spargel viele Jahre. Und braucht dabei nur relativ wenig Pflege.

Spargel als Deko

Die Spargelpflanze ist dünn und farnartig. Wie mit Farnen, kannst Du damit Blumensträuße schön gestalten und aufwerten.

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